Seiteninhalt
11.10.2019

Tag der offenen Tore auf dem Lagarde-Campus

Stadt lädt am 26. Oktober auf die größte Baustelle Bambergs ein

Seit dem Abzug des US-Militärs steht die Stadt Bamberg vor der Mammutaufgabe, die rund 19 Hektar Konversionsfläche der Lagarde nicht nur zu entwickeln, sondern auch ins bestehende Stadtgefüge zu integrieren. Erste Projekte wurden bereits umgesetzt und die Pläne für die Baufelder im Westteil sowie die ehemaligen Stallungen an der Zollnerstraße stehen. Am Samstag, den 26. Oktober öffnet der Lagarde-Campus seine Tore. Von 11 Uhr bis 16:30 Uhr sind interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, sich vor Ort über die Bauvorhaben zu informieren.

Ein lebendiges Stadtviertel mit einer guten Mischung von Wohnen, Dienstleistung und Kultur, verbunden mit einem zukunftsweisenden Energie- und Mobilitätskonzept, in dem die Bewohnerinnen und Bewohner gut leben und arbeiten können – so wird die Zukunft auf dem Lagarde-Campus aussehen. Einen ersten Eindruck davon können sich die Besucherinnen und Besucher beim Tag der offenen Tore machen. Um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr führen die Mitarbeiter des Amts für strategische Entwicklung und Konversionsmanagement die Gäste über die ehemals militärisch genutzten Flächen. Diese werden derzeit entsiegelt und saniert sowie die Funktionsgebäude zurückgebaut. Eine Führung dauert voraussichtlich eine Stunde. Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, sich auf eine entsprechend lange Wegstrecke einzustellen und festes Schuhwerk zu tragen. Es handelt sich um eine früher militärisch genutzte Liegenschaft mit Altlastenflächen. Die Strecke ist nicht barrierefrei.

Parallel zu den Rückbauarbeiten laufen die Planungen und Vorbereitungen für die künftige Neuerschließung sowie die Bebauungsplanung. In der ehemaligen Reithalle informieren Investoren, die P&P Gruppe GmbH aus Fürth sowie die Volksbau Bamberg GmbH & Co. KG, die Stadtwerke Bamberg, das Digitale Gründerzentrum LAGARDE1 und die Wirtschaftsförderung über ihre Vorhaben auf dem Areal. Die P&P Gruppe plant 288 Wohnungen in den Bestandsgebäuden in der Zollnerstraße und nördlichen Weißenburgstraße für unterschiedliche Zielgruppen. Insgesamt 396 Wohneinheiten wird die Volksbau Bamberg realisieren, an der die Nürnberger UmweltBank über ihre 100 Prozent-Tochter Umwelt Projekt AG beteiligt ist. Gemäß dem Motto „Wohnen für alle“ hat die Volksbau ein zukunftsorientiertes Gesamtkonzept entwickelt, das ökologische Standards und soziale Aspekte des Bauens gleichermaßen berücksichtigt. Ein neues Stadtviertel benötigt auch ein zukunftsfähiges Verkehrs- und Energieversorgungskonzept. Die Stadtwerke Bamberg präsentieren dazu ihre Pläne.

Was für Möglichkeiten der Lagarde-Campus hinsichtlich der Arbeitswelt hat, das zeigen drei Leuchtturmprojekte, die in ihrer Entwicklung bereits vorangeschritten sind: So bietet künftig das Digitale Gründerzentrum LAGARDE1 – Zentrum für Digitalisierung und Gründung jede Menge Platz für Start-ups mit IT-Bezug. In dem Gebäudekomplex werden sowohl klassische Büros als auch Co-Working-Spaces, eine Cafeteria und ein moderner Veranstaltungsbereich für bis zu 200 Personen Platz finden.

Direkt neben dem Digitalen Gründerzentrum soll das Medical Valley Center Bamberg entstehen. In Partnerschaft mit dem Medical Valley der Europäischen Metropolregion Nürnberg sind bereits vier innovative Projekte ins Leben gerufen. Das Medical Valley Zentrum Bamberg wird großzügig durch das Bayerische Wirtschaftsministerium gefördert. Die Partnerschaften sowie weitere Unternehmen der Gesundheitsbranche sollen künftig in dem geplanten Medical Valley Center auf dem Baufeld „Lagarde 2“ eine Heimat finden. Die unmittelbare Nachbarschaft bietet Platz für weitere innovative IT-Unternehmen sowie IT-Unternehmen mit Fokus „Healthcare IT“, die sich auf dem Areal ansiedeln können und so das innovative, zukunftsweisende Quartier komplettieren sollen.

Wie das künftige Kulturquartier auf dem Lagarde-Campus aussehen soll, das zeigen die Gewinner des Wettbewerbs „Kulturquartier“, Sauerzapfe Architekten und Hutterreimann Landschaftsarchitekten. Und schließlich gibt die Projektgruppe machbar - Kultur auf der Kaserne spannende Einblicke wie eine vielseitige kulturelle Nutzung des Quartiers aussehen kann.

Der Tag der offenen Tore bietet also einen guten Rundumblick über Gegenwärtiges und Künftiges. Oberbürgermeister Andreas Starke und Konversionsreferent Christian Hinterstein wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern einen informativen und kurzweiligen Aufenthalt. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von der Bamberger Band Djazzla und selbstverständlich ist auch für Speis und Trank bestens gesorgt.

Programm:

  • 11:00 Uhr: Beginn
  • 13:00 Uhr: Begrüßung durch Oberbürgermeister Andreas Starke
  • 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr: Einstündige Führungen über das Gelände
  • 11 Uhr bis 16:30 Uhr: Informationen in der Reithalle über alle Vorhaben auf dem Lagarde-Campus sowie musikalische Unterhaltung mit der Bamberger Band Djazzla und kulinarische Verpflegung
  • 16:30 Uhr: Ende der Veranstaltung