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30.08.2018

Sie machen »Bamberg Skate Again!«

Neuer Skatepark entsteht unter der Heinrichsbrücke als vorbildliches Gemeinschaftswerk

Der Bagger steht und bald schon werden die ersten baulichen Veränderungen am Skatepark sichtbar werden. „Make Bamberg Skate Again!“ heißt die Initiative zur Erneuerung des Skateparks unter der Heinrichsbrücke, wo am Mittwoch (29. August) Oberbürgermeister Starke, Jugendliche und junge Erwachsene der Bamberger Skaterszene mit ihren Unterstützern sowie Vertreter des Garten- und Friedhofsamtes und von iSo e.V. zum „Spatenstich“ zusammengekommen sind. „Als die Jugendlichen das erste Mal über das Projekt mit mir gesprochen haben, hat mich deren Engagement und Wille sofort beeindruckt. Umso mehr freue ich mich, mit dem heutigen Spatenstich das Projekt baulich einzuleiten“, so Andreas Starke.

„Make Bamberg Skate Again!“ ist eine hoch engagierte Initiative junger Bamberger, die es sich zum Ziel gesetzt hat, gemeinsam mit der Stadt, einen neuen Skatepark zu realisieren. „Unser motivierendes und verbindendes Element ist die Liebe zum Skateboarding“, betont Alexander Bergmann (Erster Vorsitzender der Bamberger Skatefreunde e.V.). Der Bamberger Stadtrat hatte sich bereits im September 2017 von der Idee begeistern lassen und für die Erneuerung der veralteten Anlage unter der Heinrichsbrücke eine hohe Summe in den Haushalt eingestellt. Die fehlenden Mittel haben die Skater in den letzten Monaten selbstständig eingeworben. Mit Aktionen wie Sponsoring-Veranstaltungen im JuZ am Margaretendamm oder einem Infostand am Welterbetag auf dem Maxplatz konnten viele lokale Unterstützer gewonnen werden (siehe Infokasten). Die Planungen wurden in enger Abstimmung zwischen dem städtischen Gartenamt und der Initiative durchgeführt. „Dieses Projekt ist ein Best-Practice-Beispiel für eine gelungene und erfolgreiche Zusammenarbeit und ich danke alle Akteuren sowie allen Bamberger Unternehmen, die sich hier finanziell und materiell eingebracht haben“, betont OB Starke. Besonders hob er auch das Engagement des Bürgervereins Bamberg Mitte mit seinem Vorsitzenden Reiner Dietz hervor.

„Generationenübergreifender Treffpunkt“

Das Besondere an dem geplanten Park ist, dass dieser nicht nur für Skater jeden Niveaus zugänglich sein wird, sondern im Bürgerpark Hain damit ein weiterer attraktiver Aufenthaltsort für alle Generationen entsteht. So sollen neben den Skate-Rampen auch individuelle Sitzmöglichkeiten installiert werden, um Zuschauern, Eltern oder Großeltern einen möglichst hohen Komfort während des Aufenthalts am Skatepark zu ermöglichen. „Damit schaffen wir einen weiteren generationenübergreifenden Treffpunkt im Hain“, erklärt Rüdiger Frank vom städtischen Garten- und Friedhofamt.

Der aktuell vorhandene Skatepark war 1993 auf einer bestehenden Pflasterfläche unter der Heinrichsbrücke und im Anschluss zwischen Heinrichsbrücke und Minigolfanlage erbaut worden. Vier Jahre später wurden einige Geräte auf der Pflasterfläche unter der Brücke ergänzt. Im Zuge des Neubaus soll auf der Inselspitze eine zeitgemäße, moderne Skateranlage in Vor-Ort-Bauweise aus geglättetem Beton entstehen. Sie wird Elemente enthalten wie Rails, runde Metallstangen, die ähnlich Geländern schräg verlaufen, Copings – runde Metallstangen in niedriger Höhe, Curbs vergleichbar einer „Bordsteinkante“, Ledges (verschieden schräg verlaufende, eckig und rund geformte Curbs), Poolcopings in Naturstein, Treppen nachempfundene Fahrelemente, Flatrail, Slidebalken, Polejam, Slappy Line und vieles mehr. Die Planung der Anlage stammt aus der Feder der beteiligten Skater, BMX-ler und Rollerfahrer. Die offizielle Eröffnung des Skateparks ist für Oktober 2018 geplant.