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25.03.2019

Ein wichtiges Zeichen

Demonstrationszug zum Equal Pay Day 2019

Der Equal Pay Day (EPD) markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen aufgrund der Lohnlücke zwischen Mann und Frau gemessen am Durchschnittsbruttostundenlohn in Deutschland umsonst arbeiten. Diese Lücke betrug 21 Prozent (2017) - damit gab es in diesem Jahr keine Veränderung beim Gender Pay Gap, so dass auch 2019 Frauen wieder bis zum 18. März umsonst gearbeitet haben. Mit einer Schilderdemonstration in der Bamberger Innenstadt wurde am EPD auf diesen Missstand hingewiesen. Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke unterstützte die Demo.

Ausgestattet mit roten Schirmen und verschiedenen Schildern zogen die Demonstranten gleich zweimal durch die Bamberger Fußgängerzone Die Signalfarbe passte, denn es sollte ein Signal gesetzt werden: Nämlich, dass es höchste Zeit ist, darüber zu sprechen, wer den Wert unserer Arbeit bestimmt und weshalb typisch weibliche Berufe oft so viel schlechter bezahlt sind als männliche Tätigkeiten. Und das ist den Demonstrationsteilnehmerinnen und -teilnehmern gelungen. Gespräche mit Passanten zeigten eine deutliche Zustimmung zur Forderung nach gerechten Löhnen, die sich an Ausbildung, Aufgaben und Leistung orientieren und nicht am Geschlecht. Ein gutes Zeichen, das sich allerdings bei den Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft fortsetzen muss.

Organisiert wurde die Aktion zum diesjährigen Equal Pay Day von der Gleichstellungsstelle der Stadt Bamberg, dem ver.di-Bezirk Oberfranken-West, dem Katholischen Deutschen Frauenbund Diözesanverband Bamberg e.V. (KDFB) und der Katholischen Arbeitnehmerbewegung Diözesanverband Bamberg e.V. (KAB).