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31.05.2019

,,Menschenrechte aus Schülersicht" in der VHS

Ausstellung der Amnesty International Gruppe Bamberg bis zum 18. Juli im Alten E-Werk zu sehen

Bürgermeister Dr. Christian Lange hat in der Volkshochschule Bamberg Stadt die Ausstellung „Menschenrechte aus Schülersicht“ eröffnet, die bis zum 18. Juli im Foyer des Alten E-Werks besichtigt werden kann. Die Amnesty International (AI) Gruppe 1540 Bamberg hatte anlässlich „70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ Bildungseinrichtungen dazu aufgerufen, sich mit den Artikeln der Erklärung künstlerisch auseinanderzusetzen. Schülerinnen und Schüler, eine Initiative von „Freund statt fremd“ sowie die Bamberger Hochschulgruppe von Amnesty beteiligten sich und gestalteten die Titelseiten der Erklärung ideenreich und kreativ.

Werte und Bildung sind wichtige Säulen im öffentlichen Auftrag der Volkshochschulen, betonte VHS-Leiterin Dr. Anna Scherbaum in ihrer Begrüßung. „Umso wirkungsvoller und nachhaltiger ist es, wenn sich Schülerinnen und Schüler mit dem Thema künstlerisch und facettenreich beschäftigen.“ Sehr treffend beschrieb die 17-jährige Nhi Nguyen, Schülerin am Clavius-Gymnasium, ihre Motivation, bei der Ausstellung mitzumachen: „Wir Jugendliche haben nicht immer die Macht, um Ungerechtigkeit zu vermeiden. Aber das heißt nicht, dass ich die Menschen, die die Macht haben, etwas zu ändern, nicht darauf aufmerksam machen kann. Kunst ist da, um uns eine Stimme zu geben. Uns allen sollte bewusst werden, wie wichtig weltweite Menschenrechte sind.“ Dr. Scherbaum dankte Nhi Nguyen, allen Beteiligten und Amnesty International als Initiatorin und Ideengeberin für ihr so wichtiges Engagement.

Bürgermeister Dr. Lange setzte das Jubiläum 70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in eine Reihe mit den Jubiläen 70 Jahre Grundgesetz und 100 Jahre Bamberger Verfassung: „Demokratie, Werte und Menschenrechte gehören untrennbar zusammen. Es ist gut, wenn junge Menschen aus Bamberg diese Botschaft in die Welt tragen“, so der Bürgermeister. Auch er dankte den beteiligten Schulen und Institutionen – Clavius-Gymnasium, Trimberg-Schule, Franz-Ludwig-Gymnasium, Dientzenhofer-Gymnasium, „Freund statt fremd“ sowie der AI-Hochschulgruppe – für ihre Mitwirkung.

Ai-Sprecherin Christiane Soldner-Kopp betonte, dass die Einhaltung der Menschenrechte auch 70 Jahre nach der Verabschiedung der Erklärung leider noch immer keine Selbstverständlichkeit sei. „Wir müssen dies bei den Regierenden immer wieder einfordern.“ An zwei konkreten Beispielen machte sie deutlich, dass jede und jeder etwas dafür tun könne – indem man etwa Petitionen zur Freilassung von zu Unrecht inhaftierten Gefangenen unterschreibe. Zahlreiche Gäste nutzen diese Gelegenheit. Besichtigungen der Ausstellung sind bis Donnerstag, 18. Juli, zu den Öffnungszeiten der VHS möglich.