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23.05.2019

Artenvielfalt: Friedhöfe können auch Lebensraum sein

Friedhöfe sind Orte der Bestattung und des Gedenkens an verstorbene Menschen. Gleichzeitig bieten solche Ruhestätten mit ihren weitläufigen Grünflächen und Mauernischen auch einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Gerade in Städten wie Bamberg übernehmen Friedhöfe eine wichtige Funktion für den Erhalt der biologischen Vielfalt, sprich der Biodiversität. So bilden alte Friedhofsmauern, Gehölzpflanzungen, Wege und Wegeränder ein eng verzahntes Mosaik auf dem Hauptfriedhof. Verschiedene Tierarten finden hier einen hervorragenden Lebensraum, ziehen ihre Nachkommen groß oder überwintern in Bäumen und Nischen. Bereits seit 2014 ist die Stadt Bamberg Mitglied des deutschlandweiten Bündnisses „Kommunen für Biologische Vielfalt“ und hat 2011 ein Artenschutzkonzept für den Hauptfriedhof beschlossen. Seitdem ist bereits einiges passiert: Fledermäuse, Vogelarten, Reptilien und Insekten wurden zunächst kartiert. Dann schufen Mitarbeiter des Gartenamtes und der Initiative „Artenschutz in Franken“ neue Angebote für die Tiere, beispielsweise spezielle Nistkästen für Fledermäuse und Brutvögel oder Biotope für Eidechsen.

Auf Anregung des Sachgebietes Naturschutz und Landschaftspflege im Amt für Umwelt, Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Bamberg wurde nun als jüngste Aktion auf dem Hauptfriedhof ein weiteres Biotop für die Zauneidechse angelegt. Das Garten- und Friedhofsamt der Stadt hat aufgelassene Gruften in der II. und III. Abteilung aufwändig umgestaltet und großzügig als Biotop angelegt. Dort können sich zukünftig auch noch weitere Tiere ansiedeln und den Lebensraum für sich entdecken.

Bürgermeister Dr. Christian Lange, der für die Friedhöfe in der Stadt zuständig ist, dankte allen Beteiligten für die Initiative. „Damit leisten wir einen kleinen, weiteren Beitrag zur Biodiversität in unserer Stadt; und viele kleine Schritte führen bekanntlich zum Erfolg.“