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10.05.2019

Bamberg-Exkursion der Herrenhäuser Konferenz

25 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus der ganzen Welt besuchten die Bamberger Gärtnerstadt

Der Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und die VolkswagenStiftung veranstalteten diese Woche die internationale Herrenhäuser Konferenz zum Thema „Urban Agricultural Heritage and the Shaping of Future Cities“ in Hannover. Für einen Besuch der Gärtnerstadt und den entsprechenden Fachaustausch rund um den urbanen Gartenbau in Bamberg nahmen Nachwuchsforscher aus aller Welt vorab an einer Exkursion nach Bamberg teil.

Seit Beginn des neuen Jahrtausends hat sich die urbane Landwirtschaft zu einem wichtigen Instrument für nachhaltige Stadtplanung entwickelt und trägt dazu bei, den wachsenden globalen Herausforderungen der Verstädterung und des Abbaus von Ressourcen zu begegnen. Oft wird jedoch vergessen, dass die urbane Landwirtschaft keine neue Erfindung ist, sondern eine lange Tradition hat. Trotzdem wird in vielen Teilen der Welt das wertvolle landwirtschaftliche Erbe immer noch vernachlässigt und sogar zerstört.

Vor diesem Hintergrund besuchten 25 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler vor ihrer Teilnahme an der Herrenhäuser Konferenz Bamberg. Der innerstädtische Erwerbsgartenbau in Bamberg diente im Rahmen der zweitägigen Exkursion als Beispiel für historisch verwurzelten Lebensmittelanbau in der Stadt. Teil des Programms war ein Besuch der Bamberger Gärtnerstadt ebenso wie des neu eröffneten Welterbe-Besucherzentrums. Diskussionen mit Gärtnern und mit dem Leiter des Gärtner- und Häckermuseum Dr. Hubertus Habel beleuchteten die aktuellen Herausforderungen des urbanen Gartenbaus. „Wir freuen uns, dass Bamberg für das Vorprogramm der Konferenz ausgewählt wurde“, so Welterbe-Managerin Patricia Alberth. „Der Austausch mit den Teilnehmern hat auch für Bamberg wertvolle Anregungen geliefert.“