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26.04.2019

Bahnausbau: Stadt lädt zum Bürgerdialog

Am 29. April geht es in der Alten Seilerei um die Positionierung der Stadt zum Thema Unterführungen und Brücken

Der viergleisige Bahnausbau durch Bamberg ist das größte Infrastrukturprojekt der jüngeren Geschichte der Welterbestadt. Der geplante „Umbau des Knoten Bambergs“ durch die DB Netz AG bedeutet zwei zusätzliche Gleise östlich der bestehenden Gleisanlagen. Verbunden damit sind bis zu drei Meter hohe Lärmschutzwände sowie Eingriffe in Bausubstanz, Wasserschutzzonen und gärtnerische Nutzflächen. Der Ausbau bedeutet aber auch Gesundheitsschutz durch bestmöglichen Schallschutz, Verbesserung der städtischen Verkehrsinfrastruktur – und die Erneuerung maroder Bahnquerungen. Die Zukunft von acht Bauwerken ober- oder unterhalb der Gleisanlagen steht dabei im Fokus – wobei die Erwartungen der Stadtgesellschaft in einem umfassenden Planungsdialog gehört werden sollen.

Los geht es mit der Bürgerbeteiligung am kommenden Montag (29.04.2018) um 19:30 Uhr in der Alten Seilerei (Alte Seilerei 9 – 11 / ehem. Schaeffler-Gelände). Thema des Informations- und Meinungsaustausches: „Bahnausbau: Unterführungen und Straßenbrücken“ In diesem Zusammenhang ruft Oberbürgermeister Andreas Starke dazu auf, sich einzumischen. „Es ist ein komplexes Verfahren, dem wir uns mit Dialog, Information und Transparenz stellen wollen.“ Nach der Entscheidung für die bestmögliche Trasse im März 2018 geht es für die Welterbestadt nun darum, die DB-Planungen so zu begleiten, dass stadt- und menschenverträgliche Lösungen im Interesse von Stadtgesellschaft, örtlicher Wirtschaft und Tourismus gefunden werden. Seit etwa Mitte 2018 hat die DB die Entwurfs- und Genehmigungsplanung in Auftrag gegeben, aktuell steht die endgültige Festlegung der Streckengeometrie und -gradiente im Fokus der Planer. Die Gleishöhe hat maßgeblichen Einfluss auf Lärmschutzwandhöhen und insbesondere auf die bauliche Ausgestaltung der Bahnquerungen.

Gerade am Beispiel der „Unterführungen“ zeigt sich die Herausforderung aber auch die Chance dieser „Mammut-Infrastrukturmaßnahme“: Alle sind mehr als 100 Jahre alt und in einem entsprechenden baulichen Zustand. Sie stellen Barrieren dar und vor allem Fußgänger und Radfahrer haben aufgrund der schmalen Wegbreiten Probleme, sicher zwischen den östlichen Stadtteilen und der Kernstadt zu wechseln.

Um gewünschte Verbesserungen tatsächlich zu erreichen, ist die Stadt gefordert, offiziell ihr so genanntes „Verlangen“ gegenüber der Bahn als Verantwortliche für die Ausbauplanung mitzuteilen. Das bedeutet konkret planerische Überlegungen und Festlegungen zu vier Eisenbahnüberführungen, einer Straßenüberführung, zwei Bahnübergängen sowie dem künftigen S-Bahn-Halt Bamberg Süd mit drei Zuwegungen. Oberbürgermeister Andreas Starke wird gemeinsam mit Baureferent Thomas Beese und den Projektverantwortlichen in der Stadtverwaltung erste Überlegungen hinsichtlich Bauwerksgeometrie, Spuraufteilung, Lage der Achsen und Gradienten, Rampenneigungen, etc. vorstellen. Als Teil eines umfassenden Planungsdialogs steht – vor einem entsprechenden Stadtratsbeschluss, der für die Sitzung am 29. Mai 2019 vorgesehen ist – der Meinungsaustausch mit der Stadtgesellschaft.

Die weiteren Veranstaltungen und Möglichkeiten zum Meinungsaustausch:

  • 06.05.-15.05. , Hauptwachstraße 3
    Ausstellung „Bahnausbau: Unterführungen und Brücken“
  • FR, 10.05., 15-17:30 Uhr
    Rad-Tour „Bahnquerungen“ (Treffpunkt Bahnhof/nördl. Zugang zu den Gleisanlagen)
  • FR, 10.05., 18 Uhr, BasKIDHall
    Bürgerdialog „Süd“
  • MO, 13.05., 18 Uhr, Pfarrheim St. Otto
    Bürgerdialog „Nord“