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08.05.2019

Neuntklässlerin vermittelt Werte an Mitschüler

Die 14-jährige Johanna Grasegger ist nun ausgebildete Wertebotschafterin am Kaiser-Heinrich-Gymnasium in Bamberg.

Eine Woche lang wurden 24 Schülerinnen und Schüler aus ganz Oberfranken zu sogenannten Wertebotschafterinnen und Wertebotschaftern ausgebildet. Das Ziel der Initiative des Bayerischen Kultusministeriums ist, dass sich junge Menschen aktiv für ein respektvolles und verantwortungsvolles Miteinander in der Gesellschaft engagieren. Ein Satz, der voll und ganz auf die 14-jährige Johanna Grasegger aus Bamberg zutrifft. Die Schülerin des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums (KHG) ist mit zahlreichen Ideen aus ihrer Ausbildung zur Wertebotschafterin zurückgekommen: An ihrer Schule hat sie ein „Werte-Team“, bestehend aus acht Personen, zusammengestellt. „Wir planen eine Projektwoche zum Schuljahresende für die Klassen fünf bis acht“, kündigt die Schülerin an. Die höheren Klassen könnten sich zum Beispiel für ein Filmprojekt verschiedene Werte aussuchen und diese veranschaulichen. Für die niedrigeren Jahrgangsstufen schweben der 14-Jährigen Spiele im Team vor, in denen es etwa um einen guten Umgang beim Lösen von Konflikten gehen könnte. Begleitet werden die Wertebotschafter während und nach der Ausbildungswoche von Lehrkräften. Auch Johanna darf sich einen „Werte-Lehrer“ an ihrer Schule aussuchen. Die Schülerin möchte noch ein Lob für ihren Schulleiter loswerden, der sie in ihrem Engagement sehr unterstütze.

Welche Werte sind der Schülerin selbst besonders wichtig? „Gegenseitige Akzeptanz und Toleranz, und eine Gemeinschaft, die sich selbst wertschätzt.“ Aussagen, bei denen der Stellvertretende Landrat, Rüdiger Gerst, als Vertreter des Zweckverbands Gymnasien, nickt. „Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt auf der Wertevermittlung in der digitalen Welt – und das tut Not. Höflichkeitsformen werden oft gar nicht mehr beachtet“, merkt Gerst an. Bambergs Schulreferent Dr. Christian Lange dankte Johanna Grasegger sehr für ihren Einsatz. „Sie übernimmt als Schülersprecherin bereits Verantwortung. Dass sie sich nun auch noch zur Wertebotschafterin in Bamberg ausbilden lassen hat, zeigt, wie sehr sie sich in der Gesellschaft engagieren will. Dem zolle ich Respekt.“