Seiteninhalt
03.12.2018

Zukunftswerkstatt: Gesundheitsprojekt »MiMi - Mit Migranten für Migranten«

Neue Ideen für die interkulturelle Gesundheitsförderung

Die Bamberger MiMi-Mediatoren haben sich mit der Koordinierungsstelle der Stadt Bamberg, Projektpartnern des Fachbereichs Gesundheitswesen des Landratsamtes Bamberg und der Bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml zur „Zukunftswerkstatt MiMi-Projekt Bamberg“ getroffen. Ziel ist es, die interkulturelle Gesundheitsförderung weiter zu stärken.

Zunächst ging es bei dem Treffen darum, sich über Erfahrungen und das verbindende Engagement in der Interkulturellen Gesundheitsförderung auszutauschen. Viele der Interkulturellen Gesundheitsmediatoren haben selbst Migrationserfahrung und wissen, wie wertvoll es ist, über wichtige Gegebenheiten und Anlaufstellen Bescheid zu wissen, um sich gut in der neuen Umgebung orientieren zu können. Bambergs MiMi-Mediatoren engagieren sich seit rund sechseinhalb Jahren in der Region Bamberg für ihre Landsleute indem sie Informationen über wichtige Gesundheitsthemen meist in ihrer jeweiligen Muttersprache weitergeben – und sorgen so für eine gesundheitliche Chancengleichheit. 20 gut integrierte Migrantinnen und Migranten sind in 12 Sprachen als MiMi-Mediatoren für Bamberg Stadt und Land im Einsatz. Seit Beginn des Projekts in Bamberg konnten sie mit ca. 430 MiMi-Veranstaltungen, mehr als 4.500 Migranten erreichen. Darüber hinaus gehen aus dem MiMi-Gesundheitsprojekt auch 14 fundiert geschulte Gemeindedolmetscher hervor, die in 11 Sprachen für Arzttermine, Beratungssituationen und Elterngespräche buchbar sind.

„Mit dem MiMi-Projekt haben wir sehr viele engagierte und fachlich ausgebildete Gesundheitsexperten in Bamberg, die ihr Wissen an die Migrantinnen und Migranten aus ihrem Sprach- und Kulturkreis weitergeben. Die Arbeit der MiMi-Mediatoren als Wegweiser im deutschen Gesundheitssystem wollen wir in den nächsten Jahren noch weiter vorantreiben“, sagte Bertrand Eitel, Leiter des Amts für Inklusion der Stadt Bamberg.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte bei der Zukunftswerkstatt, dass das interkulturelle Gesundheitsprojekt "MiMi – Mit Migranten für Migranten" weiter im Rahmen der Initiative Gesund.Leben.Bayern. ausgebaut und gefördert werden wird. Das bayerische Gesundheitsministerium fördert neben den Bayerischen Betriebskrankenkassen und MSD Sharp & Dome GMBH das Projekt MiMi des Ethnomedizinischen Zentrums (EMZ) seit seinem Start im Jahr 2008. Die Stadt Bamberg fördert das Projekt ebenfalls finanziell und personell.

Nähere Informationen zum MiMi-Projekt sind bei der Standortkoordinatorin Yvonne Rüttger und https://www.stadt.bamberg.de/MiMi erhältlich.