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07.03.2018

Bahnausbau: Klares Votum für ebenerdige Durchfahrung

Forderungskatalog und Zielplan „Lärmschutzwandhöhen und Gestaltung“ – Zweidrittelmehrheit stärkt Verhandlungsposition

Mit 29 zu 13 Stimmen hat sich der Bamberger Stadtrat am Dienstag (06.03.2018) deutlich für den Ausbau der Bahnstrecke im Bestand ausgesprochen. Oberbürgermeister Andreas Starke fasste die Meinung vieler Wortbeiträge zusammen: „Die eigentliche Arbeit beginnt mit der heutigen Trassenfestlegung.“ Gleichzeitig erwartet die Stadtspitze durch das starke Mandat des Stadtrates auch eine bessere Verhandlungsposition gegenüber der Bahn.

Und das sind die wesentlichen Bauleistungen, die bis zur Inbetriebnahme etwa 2030 durch die DB Netz AG zu schultern sind: Anpassung der vorhandenen Gleisinfrastruktur insbesondere durch zwei zusätzliche Schienenstränge, Verlängerung der Bahnsteige, neuer S-Bahn-Halt im Süden, Erneuerung der Eisenbahnüberführungen sowie Errichtung von Lärmschutzwänden.

Für die Umsetzung setzt die Stadt mit einem umfangreichen Forderungskatalog die Rahmenbedingungen zur Sicherstellung städtischer Ziele wie ICE-Systemhalt, Verbesserungen im Nahverkehr, Erhalt des Welterbestatus, Schutz der Trinkwasserversorgung oder der Unterstützung des Erwerbsgartenbaus. Zum anderen sind davon aber insbesondere auch Vorkehrungen zur anwohner- und stadtverträglichen Bauabwicklung betroffen. Mit Blick auf Anwohner, Handel und Gewerbe gilt es, die baubedingten Auswirkungen – wie Lärm, Staub, Verkehrsbeeinträchtigungen – auf ein erträgliches Maß zu begrenzen. So sollen die vielfältigen Interessen der Stadtgesellschaft bei Wiederaufnahme des Planfeststellungsverfahrens umfassend berücksichtigt werden.

Auch zum Dauerthema „Lärmschutz“ wurden Perspektiven aufgezeigt: Mit dem Zielplan „Lärmschutzwandhöhen und Gestaltungsanforderungen“ liegen unter Abwägung von schallschutztechnischen und städtebaulichen Anforderungen nun konkrete Vorgaben vor. Vielfalt statt Monotonie von Standard-Lösungen soll über einen Wettbewerb realisiert werden.

Nun gilt es, die eigenen Positionen in der Ausführungsplanung der DB zu verankern. Diese hat die Fortsetzung des Dialoges zugesagt. Und die Projektverantwortlichen der Stadt sind überzeugt: Alles, was im Planungsprozess einvernehmlich geklärt werden kann, wird auch im anschließenden Planfeststellungsverfahren durch die Genehmigungsbehörde nicht mehr in Frage gestellt werden.