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10.10.2018

Erstes Lüpertz-Fenster für St. Elisabeth

Dompfarrkirchenstiftung und Stadt unterzeichnen die Verträge zur Anbringung des ersten Lüpertz-Glasfensters

Die Dompfarrkirchenstiftung und die Stadt Bamberg haben die Verträge zur Anbringung des ersten Lüpertz-Glasfensters in St. Elisabeth im Sand unterzeichnet. Das erste von insgesamt acht Lüpertz-Fenstern, welche in der Kirche angebracht werden sollen, trägt den Titel „Die alte Frau – Almosen geben“. Die Dompfarrkirchenstiftung engagiert sich im Rahmen der „Initiative Glasfenster Markus Lüpertz“ für die Ausstattung der Kirche St. Elisabeth im Sand mit künstlerisch gestalteten Fenstern des weltberühmten Künstlers Prof. Markus Lüpertz. Nach der Unterzeichnung der Verträge stehen die Türen nun offen für den ersten Schritt.

Das dreigliedrige Fenster „Die alte Frau – Almosen geben“ soll zeitnah in der Kirche installiert werden. Mit großem Dank sieht die Stadt Bamberg dieser Schenkung entgegen, mit dem „die Grundlagen für ein neues Glanzlicht der zeitgenössischen Kunst in Bamberg gelegt werden“, so Oberbürgermeister Andreas Starke und Kulturreferent Bürgermeister Dr. Christian Lange.

Insgesamt acht Fenster sollen es nach dem Wunsch der Initiatoren Schritt für Schritt werden: „Rosenwunder“, „Gefängnis“, „Übergabe der Gebeine“, „Alte Frau“, „Süßer Jesus tot + Auferstehung“, „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder

getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25.40), „Begleitung des Leichenzugs“ und „Aussätzige“ lauten die Titel. Dahinter verbergen sich Szenen aus dem Leben der Heiligen Elisabeth, verbunden mit den sieben Werken der Barmherzigkeit aus der biblischen Tradition.

Die künstlerische Gestaltung der Fenster wird durch Stiftungen, Spenden und Sponsoren finanziert. Um dafür zu werben, hat sich die „Initiative Glasfenster Markus Lüpertz“ zusammengeschlossen. Schon die künstlerischen Entwürfe für die Fenster zeigten Lüpertz` bildgewaltige Handschrift und überzeugten durch ihre expressive Kraft. Eine Ausstellung im Jahr 2016 in St. Elisabeth und im Kesselhaus visualisierte eindrucksvoll, welch großartiges Gesamtkunstwerk die Elisabethenkirche werden könnte. Nicht nur eine Ergänzung des bereits bestehenden Skulpturenweges in Bamberg, „sondern ein singuläres Ereignis zeitgenössischer Kunst von internationalem Rang“, wie es Oberbürgermeister Andreas Starke im Hinblick auf die Ausstellung formulierte.

Die Verbindung zwischen der Stadt Bamberg und Markus Lüpertz besteht seit mittlerweile 12 Jahren. 2006 fand in Bamberg die von der Villa Concordia und ihrem damaligen Leiter, Prof. Dr. Bernd Goldmann organisierte Großplastikenausstellung von Lüpertz-Skulpturen in der Innenstadt statt. Seit 2009 ziert sein „Apoll“ den Platz vor der Elisabethenkirche. Bei der Suche nach dem besten Standort für den „Apoll“ kam Lüpertz auf die Idee, nicht nur seine Skulptur in die Kirchennische zu stellen, sondern auch die Fenster der Kirche künstlerisch zu gestalten. Er hat bereits die Fenster von verschiedenen Gotteshäusern entworfen und realisiert, z.B. von St. Andreas in Köln.