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11.07.2018

Mächtige Eiche stürzt ins Wasser

Abgemorschte Wurzeln sorgten für kurzfristige Attraktion im Hain

Es war eine Bergungsaktion der ungewöhnlichen Art: Ein fünf Mann starker Trupp des städtischen Gartenamtes hat am Montagmorgen mithilfe einer Seilwinde eine mächtige Eiche aus der Regnitz gezogen, die bereits am Freitagnachmittag schräg gegenüber der Wolfsschlucht in den Fluss gestürzt war. Der Uferbaum, der in der Krone und äußerlich völlig intakt schien, war aufgrund abgemorschter Wurzeln umgekippt, erklärt der stellvertretende Gartenamts-Leiter Michael Gerencser.

Am Wochenende war der weit in die Regnitz ragende Baum bei prächtigem Sommerwetter gleich zur Attraktion geworden. Manche Hainbesucher und –besucherinnen nutzten den waagerecht über dem Wasser liegenden Hauptstamm als Sitzgelegenheit und ließen ihre Füße in der Regnitz abkühlen. Eine unmittelbare Gefahr stellte die umgestürzte Eiche nicht dar, gleichwohl musste sie entfernt werden, damit nicht irgendwann große Äste oder andere Baumteile flussabwärts Richtung Bootshaus, Hainbad und Fähre Richtung Innenstadt treiben.

Die Mitarbeiter der Hainkolonne gingen mit geübtem Blick und hoher Professionalität ans Werk: Bevor die Seilwinde eingesetzt werden konnte, mussten zunächst die Kettensägen angeworfen werden, um mehrere Seitenstämme zu entfernen. Gerade mal 20 Minuten später war der Baum „an Land gezogen“.

Ein Hinweis ist dem Gartenamt noch wichtig: Sind für solche Bergungen, Baumfällungen oder andere Baumpflegemaßnahmen zeitweise Sperrungen von Wegen erforderlich, sind diese unbedingt zu beachten. Wer als Radfahrer, Jogger oder Fußgänger meint, diese ignorieren zu können, behindert nicht nur die Arbeit der Einsatzkräfte, sondern gefährdet vor allem seine eigene Gesundheit.