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12.03.2019

Wertsache Arbeit

Frauen gerecht bezahlen – Lohnlücken schließen

Der diesjährige bundesweite Equal Pay Day (EPD) findet wie im Vorjahr am 18. März statt. Der EPD markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten. Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass die Lohnlücke in Deutschland gemessen am Durchschnittsbruttostundenlohn 21 Prozent (2017) betrug und damit keine Veränderung beim Gender Pay Gap darstellen. Demnach werden also auch 2019 Frauen bis zum 18. März wieder umsonst arbeiten. Die Gleichstellungsstelle der Stadt Bamberg, die Katholische Arbeitnehmerbewegung Diözesanverband Bamberg e.V. (KAB), der Katholischer Deutscher Frauenbund Diözesanverband Bamberg e.V. (KDFB) sowie ver.di-Bezirk Oberfranken-West laden am 18. März von 12:15 Uhr - 13:00 Uhr sowie von 16:30 – 17:30 Uhr zu einer Schilderdemo rund um das Thema Equal Pay Day in die Bamberger Fußgängerzone.

Fair ist, wenn Gleiches gleich bewertet wird - das gilt auch und vor allem für die Entlohnung von Arbeit. Wer bestimmt, was unsere Arbeit wert ist? Weshalb sind „weibliche“ Berufe oft so viel schlechter bezahlt als „männliche“ Tätigkeiten?

Der Equal Pay Day bietet die Gelegenheit, auf Missstände der fehlenden Transparenz und der ungleichen Entlohnung hinzuweisen und deutliche Besserung zu fordern. Transparenz nützt Arbeitgebern und Beschäftigten gleichermaßen. Sie macht deutlich, dass gleiche Einkommenschancen für Frauen und Männer eine Zielperspektive sind. Das im Sommer 2017 in Kraft getretene Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen – Entgelttransparenzgesetz - soll das Gebot des gleichen Entgelts für Frauen und Männer bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit durchsetzen. Dies gilt jedoch erst in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten und erreicht nicht alle von Frauen dominierten Berufsbranchen. In Deutschland arbeiten über 60 Prozent der Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen und fallen somit aus dem Entgelttransparenzgesetz heraus. Mit der Weitung des individuellen Auskunftsrechtes könnte hier Abhilfe geschaffen werden.

Kontakt: ver.di-Bezirk Oberfranken-West, Fr. Doris Stadelmeyer, Tel.: 0951 2999016, 0170 5749029