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30.10.2017

Neuzugewanderte in der Metropolregion Nürnberg

Verankerung kommunaler Strukturen erleichtert Bildungsintegration

Für viele der derzeit registrierten rund 42.000 Neuzugewanderten in der Metropolregion Nürnberg ist Bildung der Schlüssel für erfolgreiche Integration. Kommunale Strategien und abgestimmte Strukturen zur besseren Vernetzung aller Bildungsakteure sichern die Qualität und beschleunigen Prozesse.

In rund 40 Kommunen Nordbayerns, davon 27 in der Metropolregion Nürnberg, haben kommunale Bildungskoordinatorinnen und -koordinatoren die Aufgabe übernommen, Bildungsangebote für Neuzugewanderte transparent zu machen und auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort abzustimmen.

Sie trafen sich am 24. Oktober 2017 in Nürnberg, um sich über bisherige Erfahrungen und geeignete Strategien auszutauschen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Transferagentur Bayern für kommunales Bildungsmanagement, dessen Regionalbüro Nord bei der Geschäftsstelle der Metropolregion Nürnberg angesiedelt ist. Die Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg, Dr. Christa Standecker: „Die kommunalen Koordinatorinnen und -koordinatoren können von der Expertise im Bildungsmanagement profitieren. Wir reagieren mit unserer Transferagentur auf die Bedarfe vor Ort. Daher haben wir die vorhandenen Erfahrungen gesammelt und für alle aufbereitet.“

Elisabeth Ries, Leiterin des Bildungsbüros der Stadt Nürnberg, sagte in einem kurzen Statement: „Integration ist eine Langzeit- und Querschnittsaufgabe, die alle Bereiche kommunalen Handelns betrifft und von allen Referaten und Dienststellen der 4 Stadtverwaltung berücksichtigt werden muss.“

An sieben Marktständen konnten sich die kommunalen Verantwortlichen zielgerichtet informieren, ihre bisherigen Materialien vorstellen sowie Kontakt zu Kollegeninnen und Kollegen finden. Die Themenauswahl bestimmten die Teilnehmenden dabei selbst, etwa zu Bildungsportalen oder geeigneten Formen der Transparenz für regionale Bildungsverantwortliche. In weiteren Foren wurden Kernthemen der Bildungskoordinatoren aufgegriffen: Wie erreichen wir die Zielgruppe Neuzugewanderte; welche Gremien mit welchen Themensetzungen werden benötigt? Wie komme ich zu einer gesicherten Datenbasis, um Bildungsangebote zu planen und zu koordinieren? Die Teilnehmenden konnten aber auch ad hoc vor Ort – wie in einem Barcamp - ein Thema gemeinsam festlegen und diskutieren.

Seit Mitte 2016 unterstützt das Bundesbildungsministerium (BMBF) Städte und Landkreise mit dem Förderprogramm „Kommunale Koordination der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“. Aufgrund der positiven Praxisrückmeldungen und zur nachhaltigen Absicherung der bisherigen Ergebnisse hat das BMBF das Förderprogramm um weitere zwei Jahre verlängert.